Call for Papers: „Heilige Texte“

19 Okt Call for Papers: „Heilige Texte“

„Heilige Texte. Fortleben und Wiederkehr einer Denkfigur in der Moderne“ at Zentrum für Literaturforschung Berlin, June 16-17, 2016: Please note the call for papers!

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In den letzten Jahrzehnten gibt es in der kritischen Theorie wie auch in der politischen Theorie, der Philosophie, der Kulturwissenschaft und der Literaturtheorie eine Wiederkehr der Religion zu verzeichnen: In den Werken so unterschiedlicher Autoren wie Giorgio Agamben, Alain Badiou, Harold Bloom oder Talal Asad ist die Religion so wichtig, dass bisweilen von einem religious turn (oder auch theological turn) gesprochen wurde. Der wissenschaftliche Diskurs über Religion an der Schnittstelle verschiedener Disziplinen versucht neben vielem anderen, einen der fundamentalen Begriffe der Religion neu zu konturieren: „heiliger Text“. In verschiedenen Disziplinen – Theologie und Religionswissenschaft (Kablitz/Markschies 2013), Philosophie (Rancière 1998), Literaturtheorie (Emily Apter 2013), Soziologie (Tomoko Masuzawa 2005) und politische Theorie (Saba Mahmood 2006) – ist die Rede von „heiligen Texten“, doch der Begriff wird dabei meist unhinterfragt vorausgesetzt. Diese symptomatische Leerstelle wollen wir zum Anlass nehmen, um die Rede von „heiligen Texten“, sowie die daraus folgenden Praktiken, seit der Moderne zu untersuchen und kritisch zu hinterfragen. Exemplarisch wollen wir am Begriff „heilige Texte“ die Spannungen beobachten, die einem solchen Rückgriff auf den religiösen Diskurs innewohnen.

 

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